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on Dec 20th 2004, 22:47:18, HENRIK ZIMMER wrote the following about

Applesauce

Exposé „Der Narr ist der Held“
Der hyperaktive, sensible Ricky erlebt seine eigene lieblose Realität in der Verdinglichung der menschlichen Existenz. Seine Eltern leben in einfachen Verhältnissen. Seine Mutter eifert nach der Erfüllung gesellschaftlicher Ansprüche. Für sie zählen Ansehen und Materialismus. Doch ihr überaus aufgeweckter und liebenswerter, jedoch ebenso impulsiver und waghalsiger bis tollkühner Sohn überfordert die Mutter durch seinen zwanghaften Bewegungsdrang, in dem er lärmend und wortreich mit seinem Chaos im Kopf, ihre Vorstellungen eines wohlerzogenen Kindes nicht erfüllen kann. Des nächtens gelobt Ricky schlaflos, erfolglos, Besserung. Der Geborgenheit spendende Vater ist als Berufsfahrer der Familie fern, (dieser Mangel an Liebe erzeugt im Sohn die brennende Sehnsucht nach dessen Nähe.)
Als Ricky sich im Alter von 8 Jahren für ein Leben im Heim entscheidet, hat er seine Eltern faktisch verloren. Hier sind Unterdrückung durch rohe Gewalt und sexueller Missbrauch durch Kinder oder Erwachsene Alltag. Hier ist er zur aggressiven Selbstbehauptung genötigt, Ricky schlägt mit beachtlichem Einfallsreichtum und Ausdauer über die Stränge, er kaspert, stört, überschwemmt seine Umwelt mit Beleidigungen und derben Scherzen aus Blut und Feuer (zündelt), stiehlt massig und gekonnt.
Gerade 14 schlägt ihn die erste große Liebe in ihren Bann. Der geschlechtliche Trieb ist längst, quasi seit jeher vorhanden, aber Ricky sucht in dieser Beziehung vor allem die lang entbehrte Wärme eines liebenden Menschen. Als sie ihm eröffnet, daß ihr Vater drängt, die Beziehung mit ihm, diesem Heinkind, abzubrechen, stiehlt Ricky einen Lkw. Er fuhr vielfach zuvor – Mofa, Bagger oder eben LKW / Nicht zum ersten Mal – aber diesmal ist Ricky strafmündig. In Geist und Verstand noch immer ein Kind findet er sich nur Stunden später den Mühlen der Justiz hilflos ausgeliefert, seiner Liebe durch zwei Jahre Jugendknast jäh entrissen.
Inmitten von Kodensationskeimen der Gewalt, infiziert von Phantasien Mitgefangener tötet Ricky seine Liebe in der kalten Enge und Isolation der Zelle. Das wohlige Gefühl der pubertären Selbstbefriedigung steigert sich in ihm durch blutige, bestialische Phantasiebilder von Qual, Mord und Abartigkeit. Im Moment der Befriedigung kommt auch der Ekel vor sich selbst, in der Verzweiflung darüber eines Tages diese Phantasie zu verwirklichen.
Nach der Entlassung reduzieren sich Liebeserlebnisse auf das Ausleben seines hemmungslosen Triebs, die Verdinglichung der Liebe zum (sexuellen) Akt verhindert solide/echte/tiefe Bindungen.
Als Außenseiter strebt Ricky nach gesellschaftlicher Anerkennung. Er will ein normales Leben führen, arbeiten für den befriedigenden Konsum, den die Marktwirtschaft ihm im Fernsehen täglich verspricht. Vorbestraft, mit psychisch und sozial auffälligen Eigenheiten findet er auf Dauer keine Aufgabe, die ihm seine Existenz sichert. Sein Leben bietet ihm keine Perspektive. Ricky ist ständig in Bewegung , will der quälenden Langeweile und der Einsamkeit entfliehen. Dabei lernt er Diebe, Hehler, Betrüger, Zigeuner, (Raubmörder und Dealer) kennen. Er beginnt die Umstände seines Lebens erfolgreich als Verdienstmöglichkeiten für sich zu nutzen, fügt sich so in seine schicksalhafte Rolle des Kriminellen. Sein Handeln sieht er durch das Straucheln der hohen Menschen unserer Gesellschaft , die kaum zur Rechenschaft gezogen werden, gerechtfertigt. Bleibt aber seinem gutmütigen, mitfühlenden und hilfsbereiten, loyalen Kern treu.
Bald wird Ricky per Haftbefehl gesucht. Seine Flucht führt ihn über Italien in die französische Fremdenlegion. Die Uniform gibt ihm das Gefühl der Zugehörigkeit, eine Identität und Aufgabe. Kein halbes Jahr später wird er aus dem Dienst entlassen. Hier als (einst/anfänglich/ursprünglich heiß begehrter) Anwärter versagt zu haben bedeutet für ihn die bloße Schande. Kurz darauf (ergreift) nimmt die Polizei ihn in Deutschland in Haft/gefangen.
In der Einzelhaft entwickelt Ricky Hass, in seiner Phantasie plant er detailliert Gewaltverbrechen, er ersinnt sich plausible moralischer Rechtfertigungen um sein Gewissen auszuschalten. Zum Haftende besitzt Ricky erstmals einen Führerschein, er arbeitet als Fahrer, verdient gutes Geld. Doch Ricky quält der Zwang zur Befriedigung seines unstillbaren Sexualtriebes. In diesen Tagen lindert Heroin zum ersten Mal seine Leiden, befreit ihn von Depression und Trieb, erfüllt ihn mit Wärme und Geborgenheit. In der Beziehung zu einer Abhängigen verfällt Ricky schnell völlig der Sucht. Sie lehrt ihm das Heroingeschäft, verfügt über die nötigen Kontakte. Die Beziehung zerbricht, Ricky finanziert seine Sucht nun durch Trickbetrug. Hochgradig heroin- und rohypnolabhängig geht Ricky 3 Wochen durch die Hölle des kalten Entzuges als er einige Monate inhaftiert wird.
In Spanien will Ricky sein Leben neu beginnen. Ohne Sprachkenntnisse, belastet durch das Erbe seiner Vergangenheit lebt er bald mittellos auf den Kanaren. Im Kampf um seine Existenz arbeitet er als Stripper, Türsteher, lebt vom Trickspiel und von Urlauberinnen, die ihn als flüchtiges Sexabenteuer benutzen. Als er eine deutsche Auswanderin lieben lernt, kehren beide in die Heimat zurück. Im Kreise ihrer Familie führt Ricky zum ersten Mal ein ruhigeres und angepasstes Leben. Er findet Arbeit, hat sogar einen Hund. Dann wird Ricky aufgrund eines gegenstandlosen Haftbefehls vor den Haftrichter gestellt. Ricky wird sofort wieder frei gelassen, dennoch trifft dieser Vorfall ihn derart hart, dass ihn sein Weg direkt in die Drogenszene führt. Nun wieder abhängig verlässt Ricky aus Scham und Respekt vor seiner Geliebten ohne Abschied sein zu Hause.
Aus Angst vor Einsamkeit lebt Ricky nun mit einer Frau, die er nicht liebt. Durch Beziehungen zur Polizei erhält ihre Familie Rickys Strafregisterauszug. Der Vater ist gegen die Beziehung mit einem Taugenichts, aber Ricky passt sich an, restauriert und verkauft Möbel mit dem Großvater. Als er innerhalb der Familie einen Kindesmissbrauch aufdeckt, diffamiert ihn seine Umwelt als den eigentlichen Täter. Letztendlich hält er diesem Nervenkrieg nicht stand, die Eltern kaufen ihre Tochter schließlich durch Zahlung einer Ablösesumme aus der Beziehung frei.
Ricky entzieht nun vom Methadon, verfällt statt dessen in einer neuen Beziehung Kokain, Speed und Ecstasy, die ihn in die Sexsucht führen. Die Drogen erzeugen einen tierischen, abartigen Trieb, dem sich die Partner täglich ausschweifend hingeben. Bald jedoch kommen Psychosen, Haß und Aggression hinzu. Zusätzliche Scherereien mit der Polizei lassen Ricky die Beziehung beenden.
Ricky flieht aus seinem Leben abermals nach Spanien, ist aber aus Geldnot bald zur Rückkehr nach Deutschland gezwungen. Nach einem Unfall mit Fahrerflucht stellt er sich der Polizei, er wird zur Drogentherapie im Maßregelvollzug verurteilt. Nach der Entlassung ist Ricky aller Illusionen beraubt. Dort nimmt ihm all seine Masken vom Gesicht (Illusionen), zeigt ihm aber keine neuen Wege auf. Nach der Entlassung ist Ricky bald rückfällig, für sein Versagen haßt er sich zutiefst. Sein Lebensmut, seine Zuversicht haben ihn verlassen.
Nach einem Entzug verliebt sich Ricky in der Psychiatrie in eine Patientin. Bei ihr findet Ricky ein zu Hause und bis dato nie erlebte Geborgenheit und Verständnis. Doch Rickys Seele ist durch die Spuren seine Existenzkampfes stark gezeichnet, er ist zum Menschenfeind geworden, ein verkappter Moralist und argwöhnischer Skeptiker. In ihm steckt eine tiefe Menschenkenntnis, die sich mit seinem Wahnsinn mischt. In der Beziehung führt das zu schier unerträglichen Belastungen, dennoch gewinnt die Liebe immer wieder die Oberhand. Ricky beginnt sich langsam, ganz langsam in ein geregeltes Leben einzufügen, sich und seine Probleme zu erkennen und wieder zu vertrauen.

Figur, Situation, Thema, Motiv.
Motive, Kontraste formulieren
Haupt-/Kernmotive: Suche nach reiner Liebe, Picaro, Anpassung, Wahnsinn, Reifung/Selbsterkenntnis,
Nebenmotive: Familie, Vatersuche, Begrenzung/Freiheit (Gefängnis, Krankheit), Aggression, Eros (Don Juan), Menschenfeind, Angst (bedrückende Atmosphäre), (Verkleidung: Maske, Täuschung) Fahrt, Borderliner, Langeweile,
Füllmotive
Randmotive: Halluzinationen, Feuer, Inzest, Kriminalität, Glücksspiel, Traum, Heimkehr, Verrat, Bruderzwist

Film mit der frage ob lieb zerstört wird durch abrutschen, zuschauer hat angst besonders, wenn

ADS Symptome
· Gestörte Aufmerksamkeit, Chaos im Kopf, ungeduldig, kann nicht zuhören, weiß nicht was gesagt wurde, gestörte Kommunikation,
· impulsiv, unkontrollierbar, sprunghaftig, „Ungehorsam“, handelt impulsiv ohne Nachdenken, voreiliges, unstrukturiertes Handeln, Wagemut, bis hin zu Furchtlosigkeit, Kühnheit, Tollkühnheit, Unerschrockenheit, Waghalsigkeit, Aktivität, Bewegungsdrang, Heldentum, Kühnheit, Tollheit, Tollkühnheit, Unerschrockenheit, Verwegenheit, Abenteuerlust, Mut,
· Aktivität, Tatendrang, lärmend, stört häufig andere durch motorische Unruhe,
· still halten ist Qual, hyperenergetisch
· Schlafstörungen, -schwierigkeiten, -losigkeit
· Gefühlsreaktionen sind heftig und unerwartet, leichte Erregbarkeit Aggressivität gegen Eltern, Lehrer, Mitschüler, geringe Frustrationstoleranz, Überempfindlichkeit, Größere Reizbarkeit, übersteigerter Gerechtigkeitssinn, niedrige Frustrationsschwelle


· reden häufig übermäßig viel, ist nicht zu stoppen, man kann ihm kaum folgen, redet überall dazwischen,
· testet permanent die Grenzen aus, ,
· beeinträchtiges Selbstwertgefühl,
· soziale Beziehungsstörung,

· liebenswerten, positiven-sozialen, originellen Eigenschaften: Charmant, fröhlich, , tierlieb, fürsorglich, , lustig, kreativ, flexibel, , interessiert, phantasievoll


evtl manangebot
buch aus büchern 1- 6 oder 7 unter bestimmten thema, dient guter orientierung über uinhalt beim lesen und ergreifen. Auch: gessamtumfang gut gestaltet so
hyperaktiver rutscht durch veranlagung in ... durch folgen und sozial folgt psychische störung
Darstellung: diskrepanz: anspruch der gesellschft gegen ads unangepasstes individuum
Darstellung von lösung und urssche gewaltverbrechen
Kette von Abenteuern bringt Unruhe, seelische Struktur des bindungslosen schlägt sich in struktur des Textes nieder.
Zufall, Glück, Schein beherrschen die welt,
Typische Darstellung moralisch höherer, korrupter schichten (wird von richter verurteilt, der polizei bestechen wollte weil betrunken auto gefahren), aus Perspektive eines ebenso unmoralischen (Kinderheim, Politiker).
einem gewöhnlichen Leben, es ist stets nur eine Frage der Zeit, bis zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Verbindungen erneut zerbrechen. R, unfähig sich selbst zu erkennen, steht dem Geschehen machtlos gegenüber, das ihn wieder und wieder zu radikalen Neubeginnen zwingt, ihn in Einsamkeit und Isolation treibt.
Erkenntnis über Gesellschaft: Nicht sein, sondern schein, nicht geistige Bemühung, sondern materieller erfolg wichtig, ernsthafte Überlegungen über gesellschaftliche Verbindungen, durchschaut menschliche Schwächen, kritisiert soziale fehlentwicklungen,
Pikarischer Roman Heute: Zerfall der Gesellschaft und Unbehagen in ihr. Kritik an der Mitwelt, Typ, der sich nicht konform erklären, sich an Ordnung oder verbindliche Idee anpassen, zu opfern nicht bereit, sondern sich selbst lebt, gegen jede Beschneidung der Selbstverwirklichung allergisch, neigt zum Anarchisten.
auf, ab in Kreisbewegungen (materieller erfolg, Eros, Täuschung, Betrug, Aufstieg, Abstieg, Anpassung, Neubeginn, Wiederholung)
Gesellschaft und Ordnung brüchig, Satire gefragt, auf scheinbaren höhen wandelnde Menschheit und Literatur, die hohe Menschen zu Helden macht, Ideologie, die die Epoche verblendet hat erschüttern und entthronen entkleidet von Scheinwürden
Gesellschaft heutzutage erzeugt hohe Anzahl psychisch kranker als einziger Ausweg aus sinnentleertem sein, kalte, gefühlsarme Welt.

Mysteriös
hm
Schuldgefühle zerstören Urteilsvermögen, Richter
Höhere stellen, kinderpornos, Mißbrauch und gerichtet von menschen, die moralisch höher stehen, hohe strafen aussprechen weil schuldgefühle das urteilsvermögen trüben.
Picarot verlangt den Mut, Helden als frechen, skrupellosen Tunichtgut zu zeichnen. Leser muß ihn ablehnen wie seine etablierten Gegner, nur lachen, welches er auslöst kann in der bitteren Gattung versöhnen.
Unterdrückte sexualität: männer werden gewalttäter, frauen huren
Themen: War mit typ zusammen, dem er alle stunde in die fresse gehaut hat, immer scheiße gelabert, nachgelaufen
Anlagen eines positiven helden, vergewaltigt und genötigt von geselloschaft. Anpassungszwang soweit geht eben. Jeder nach seinen möglichkeiten.
Kämpft aus innerem gegen das umsetzen der prägung die er durch geserllschft erhält



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